Hilfe für Analphabeten
Deutsch lernen: Training auch für Erwachsene und ausländische Mitbürger
Die Lernpraxis Deutsch bietet Ihnen Hilfestellung beim Verbessern Ihrer Schreib- und Lesekompetenzen.
Fertigkeiten, die Sie sich in der Schulzeit nicht oder nur ungenügend aneignen konnten, können Sie durchaus noch als Jugendlicher in Ausbildung oder im Erwachsenenalter erlernen.
Das alte Sprichwort "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" hat heute im Zeitalter moderner lerntherapheutischer Methoden und vielfältiger Lerntechniken keine Gültigkeit mehr.
Wenden Sie sich an mich, wenn Sie unter Legasthenie oder anderen Problemen beim Lesen/Schreiben leiden oder auch Ihre Kenntnisse der deutschen Sprache sowohl in Grammatik, Rechtschreibung als auch
Stil ausbauen möchten.
Ich biete Ihnen eine individuelle Beratung und erstelle einen auf Sie abgestimmten Trainingsplan.
Individueller Deutschunterricht hilft: Schreiben Sie sich nicht ab - lernen Sie Lesen und Schreiben!
7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland verfügen über so geringe Lese- und Schreibkenntnisse, dass sie als (funktionale) Analphabeten gelten. Manche von Ihnen kennen die Buchstaben, können aber nicht lesen. Andere verstehen leichte Texte, haben jedoch massive Probleme beim Schreiben.
Laut einer Studie der Bundesregierung können im Saarland etwa 90.000 der 18- bis 65-jährigen Bürgerinnen und Bürger keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben.
Die Gründe für den Analphabetismus sind vielschichtig. Nicht selten spielen ungünstige familiäre und soziale Verhältnisse eine Rolle: Migrationshintergrund, soziale Schwierigkeiten in der Familie, desinteressierte und überforderte Eltern, Vernachlässigung, eine längere Krankheit, all das kann dazu beitragen, dass Kinder während der Schulzeit nicht richtig lesen und schreiben lernen.
Ihr Problem, da sind sich Experten einig, resultiert nicht aus mangelnder Intelligenz, es hat soziale Ursachen:
Von "schriftfernen Elternhäusern" sprechen die Fachleute, in denen es statt Kinderbüchern nur noch Elektronikspielzeug gebe, statt Zeitungen und Briefen nur Kurzanrufe oder SMS. Nach einer bundesweiten Erhebung greifen 15 Prozent aller Drittklässler so gut wie nie zu einem Buch. Schon die erste Pisa-Studie offenbarte, dass 23 Prozent der 15-jährigen deutschen Schüler bestenfalls die unterste Kompetenzstufe erreichen - sie können nur einfachste Texte verstehen.
Es ist ein Paradoxon der besonderen Art:
In dem Land, das so stolz auf Goethe, Schiller und Luther ist, steigt nach Schätzungen des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung die Zahl der funktionalen Analphabeten, die kaum lesen und schreiben können. Und es sind nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch gebürtige Deutsche, die zwar ihren Namen oder einzelne Wörter erkennen können, den Inhalt eines Textes aber nicht verstehen. (Der Spiegel)
Wer die deutsche Sprache nicht ausreichend sprechen und verstehen kann, hat nicht nur in der Schule große Probleme:
Funktionale Analphabeten schlagen sich oftmals mit vielen Tricks durchs Leben, um nicht aufzufallen. Und sie entwickeln - z.B. in Führerscheinprüfungen - erstaunliche Strategien. Ihren Namen und einige Wörter schreiben - oder besser - malen sie aus dem Gedächtnis.
Im Restaurant warten sie auf die Bestellungen von Nachbarn und sagen dann ganz einfach: "Bitte für mich dasselbe!" Sie bitten darum, etwas vorgelesen zu bekommen, weil sie "grad die Brille nicht dabeihaben". Sie haben Angst vor jeder Unterschrift und suchen sich Kollegen, die für sie etwas aufschreiben.
Individuelle Probleme erfordern individuelle Hilfen:
Eine Behandlung des Analphabetismus im Erwachsenenalter ist für die Betroffenen sehr wichtig und lohnt sich auf jeden Fall, vorausgesetzt ist allerdings der unbedingte Wille des Betroffenen und nicht nur das Drängen seines sozialen Umfelds.
Eine Therapie, die die besonderen Schwierigkeiten berücksichtigt, die Menschen mit einer nur ungenügend oder gar nicht behandelten Lese-/Rechtschreibschwäche haben, kann im Nachhinein noch gute Verbesserungen erreichen. Ein normaler Lese- und Schreibunterricht ist oftmals nicht hilfreich.


