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Elternberatung bei AD(H)S -

ADS

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ADS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Diagnostisch versteht man darunter ein ausgeprägtes unaufmerksames, teilweise auch impulsives Verhalten, das über mindestens etwa 6 Monate in verschiedenen Lebensbereichen (etwa Kindergarten oder Schule, Familie, Freizeit) besteht. Wie bei ADHS auch ist die Diagnose aufwändig und sollte von einem Kinder- und Jugendpsychiater durchgeführt werden. 

 

ADS mit stark vermehrter Aktivität wird als ADHS bezeichnet. Eine ADS geht eher mit verminderter Aktivität (Hypoaktivität) einher. Schätzungsweise 8% aller Schulkinder haben Probleme mit ADS oder ADHS.  Mädchen sind von der ADS-Form häufiger betroffen als Jungen, bei ADHS ist das Verhältnis umgekehrt.

 

Der momentane Forschungsstand geht von einer multifaktoriellen Verursachung von ADS und ADHS aus, also einem Zusammenwirken genetisch-biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. In der Wissenschaft wird ein Mangel der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin diskutiert, der zu einer Reizberflutung des Gehirns führt.

 

ADS-Kinder schalten im Kindergarten, in der Schule oder in anderen Gruppen oft auf Rückzug und spielen für sich. Sie sind meistens sehr ruhig und wirken sehr angepasst.

 

Von ADS betroffene Kinder haben eine nicht altersgemäße und niedrige Konzentrationsspanne. Sie bringen selten ein Spiel zu Ende, sind zerstreut und fahrig, lassen oft ihre Sachen liegen, Anweisungen werden vergessen. Meist haben sie ein langsames Arbeitstempo und wirken träumerisch. Kinder mit ADS werden wegen der Unauffälligkeit der Symptome oft nicht als Betroffene erkannt.

 

Obwohl das überschießende Verhalten einer ADHS völlig fehlt, erfahren auch Kinder mit ADS von ihren Alterskameraden oft Isolation, denn auch sie neigen zu heftigen Stimmungsschwankungen und auch Wutanfällen. Sie sind in der Schule aufgrund der Konzentrationsstörung leistungsschwach und gelten deshalb häufig als dumm und/oder faul. Die Kinder sind dabei meist intelligent, ihre schulische Laufbahn ist aber leider von Lernmisserfolgen und Frustration geprägt. ADS-Kinder erleben tagtäglich neue "Katstrophen", die in einen Teufelskreis aus Negativerfahrungen führen.



Eine multimodale Therapie ist wie bei ADHS auch zu empfehlen. Diese setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen und muss jeweils individuell angepasst werden. Neben der Gabe von Psychopharmaka (siehe unten) und Elternberatung werden auch psychotherapeutische Maßnahmen eingesetzt (Konzentrationstraining, Verhaltenstherapie etc.).

 

Ich möchte Sie an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass ich kein Training für von ADS oder ADHS betroffene Kinder anbiete; wenden Sie sich dafür bitte an einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.



Methylphenidat (enthalten z.B. in Ritalin) ist ein häufig bei ADS/ADHS verabreichtes Arzneimittel mit stimulierender Wirkung. Da es zu den amphetaminähnlichen Substanzen gehört, unterliegt es in Deutschland betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften. Methylphenidat ist als verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft.

 

Die Gabe von Methylphenidaten ist kritisch zu sehen. Neben eventuell auftretenden körperlichen Nebenwirkungen Wachstumsverzögerung, Rückgang des Appetits und der Flüssigkeitsaufnahme, gastrointestinalen Störungen, Herz-Kreislaufproblemen und Hautreaktionen werden auch unerwünschte psychische und neurologische Wirkungen genannt (Quelle: Wikipedia):

 

Psychische und neurologische Nebenwirkungen



Sehr häufige Nebenwirkungen (>1:10) sind verminderter Appetit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Übelkeit. Nervosität und Schlaflosigkeit zu Beginn der Behandlung können in der Regel durch Reduktion der Dosis und/oder durch Auslassen der Nachmittags- oder Abenddosis kontrolliert werden.

 

Häufig (1:100 bis 1:10): Appetitlosigkeit, Angstgefühle, anfängliche Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Nervosität, Unruhe, Agitiertheit, Aggressionen, Zähneknirschen, Depressionen, verminderte Libido, Verwirrung, Spannung, Schwindelgefühl, Zittern, Ameisenlaufen (Kribbeln), Dämpfung (Sedierung), Spannungskopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Drehschwindel, Schmerzen in Nasen-Rachenraum, Aufstoßen (Dyspepsie), Erbrechen, Verstopfung, übermässiges Schwitzen, Muskelspannung, Reizbarkeit, Gewichtsverlust, Muskelzuckungen (Tic), emotionale Labilität. Bei Kindern und Jugendlichen außerdem Entzündung des Nasen-Rachenraums, Schwindel, Husten, Oberbauchschmerzen und Fieber.

 

Sehr selten (<1:10000) treten Orientierungslosigkeit, akustische und visuelle Halluzinationen, Manien und beginnende Psychosen, Zorn, Agitiertheit, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung, Traurigkeit, Lethargie oder Schläfrigkeit auf.

 

Bei Methylphenidat-haltigen Zubereitungen wurden neben erfolgtem Suizid, Suizidversuche und Suizidgedanken beobachtet.

 

Zu diesen Risiken und Nebenwirkungen sollten Sie allerdings unbedingt Ihren Arzt befragen.

 

Hinweis: Die Informationen dieser Seiten oder ein Besuch in der Lernpraxis ersetzen nicht den Gang zum Heilpraktiker oder Arzt.

Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS) Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS)