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Intelligenzminderung

Intelligenzminderung, Minderbegabung, niedrige Intelligenz: Lernpraxis Thomas Wilhelm - Test, Beratung und Einzelförderung bei Legasthenie, LRS und Analphabetismus im Saarland, Raum Saarbrücken. Intelligenzminderung

Wenn sich im Lauf der Entwicklung eines Kindes ein Stehenbleiben im Bereich der geistigen Fähigkeiten oder deren unvollständige Entwicklung zeigt, spricht man von Intelligenzminderung. Diese Störung wirkt sich auf die Problemlösefähigkeiten, das Verhalten, das Sprechen, die Lebensbewältigung, auf soziale und teilweise auch auf motorische Fähigkeiten aus.

 

Diese Seite befasst sich überwiegend mit den Themen Lese- Rechtschreibschwäche, Legasthenie und Dyskalkulie; daher sei zu Beginn kurz angemerkt, dass diese Entwicklungsstörungen im Regelfall nichts mit einer Intelligenzminderung zu tun haben.

 

Da Intelligenz ein sehr komplexes Gebilde von verschiedensten Eigenschaften ist, ist sie nur schwer objektiv zu erfassen. Deshalb sollte man vorsichtig sein, die Fähigkeiten eines Menschen nur auf Grund eines Intelligenztests einzuschätzen

 

Viele von Intelligenzminderung Betroffene haben in manchen Bereichen erhebliche Probleme, während sie in anderen überaus geschickt sein können. Das Hauptkriterium für eine Beurteilung sollte die Fähigkeit zum Bewältigen des täglichen Lebens sein. Eine gesetzliche Betreuung (früher Vormundschaft) ist häufig beim Erreichen der Volljährigkeit notwendig, die Geschäftsfähigkeit ist oft eingeschränkt oder nicht vorhanden.

 

Als Ursachen einer Intelligenzminderung gelten

  • angeborene Funktions- oder Strukturstörungen des Gehirns,
  • Erbkrankheiten und Anomalien in den Chromosomen (z.B. Trisomie 21),
  • Verletzungen oder Unfälle,
  • Infektionen (z.B. Röteln),
  • Stoffwechselkrankheiten und
  • Vergiftungsfolgen (Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten während der Schwangerschaft).

Zur Diagnostik einer Intelligenzminderung wird ein IQ-Test herangezogen (z.B. der HAWIK – Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder). Zur Ursachenklärung gehört daneben jedoch auch eine ausführliche Untersuchung inklusive Laboruntersuchungen.

 

Die durchschnittliche Intelligenz liegt zwischen einem IQ von 85 und 115, bis zu einem IQ von 129 spricht man von einer überdurchschnittlichen Intelligenz, bis 135 von hoher Intelligenz und darüber hinaus von Hochbegabung.

 

Eine grenzwertige Intelligenz mit einem IQ von 70 – 85 wird nicht als psychiatrische Störung angesehen, sondern als Lernbehinderung.

 

Im Bereich der Intelligenzminderung lassen sich unterscheiden:

 

  • Leichte Intelligenzminderung (IQ 50 – 69) mit einer verzögerten Sprachentwicklung (wobei eine alltägliche Unterhaltung in der Regel möglich ist), einer Unabhängigkeit in der Selbstversorgung und der Fähigkeit zu einer angelernten praktischen Tätigkeit.
  • Mittelgradige Intelligenzminderung (IQ 35 – 49) mit einer verzögerten Sprachentwicklung (die sich auch oft im täglichen Gespräch bemerkbar macht) und einer Einschränkung in der Selbstversorgung. Die Durchführung einfacher praktischer Tätigkeiten mit präziser Anleitung und Beaufsichtigung ist durchaus möglich, ein vollständig selbstständiges Leben im Erwachsenenalter wird jedoch nur selten erreicht.
  • Schwere Intelligenzminderung (IQ 20 – 34) mit starken motorischen Ausfällen und starken geistigen Einschränkungen.
  • Schwerste Intelligenzminderung (IQ < 20) mit nur einfachsten Möglichkeiten zur verbalen Kommunikation und der Unfähigkeit, Anweisungen oder Aufforderungen zu verstehen oder auszuführen. Die schwere Intelligenzminderung geht meist mit Inkontinenz und Immobilität einher, ständige Überwachung und Hilfe sind notwendig.

 

Eine Intelligenzminderung kann nicht behoben werden, eine rechtzeitige und intensive Förderung ermöglicht aber ein Ausschöpfen des vorhandenen geistigen Potentials. Aus diesem Grund ist eine Früherkennung besonders wichtig. Bei leichten Formen können bis zu 80% der Betroffenen später ein eigenständiges Leben führen.

 

Häufig jedoch empfiehlt sich eine ganze oder zumindest teilweise Unterbringung in spezialisierten Einrichtungen. Eine individuelle Förderung mit einem Training der praktischen Fertigkeiten des alltäglichen Lebens, mit Logopädie, Krankengymnastik und Familienberatung ist dort am besten gewährleistet.

 

Die Informationen dieser Seite oder der Besuch in der Lernpraxis ersetzen nicht den Gang zum Arzt.

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