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Dyskalkulie/Rechenschwäche -

Schulphobie

Info Schulphobie: Lernpraxis Thomas Wilhelm - Test, Beratung und Hilfe bei Legasthenie, LRS und Dyskalkulie/Rechenschwäche in Püttlingen/Saarland, Raum Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis, Lebach. Schulphobie

Im Gegensatz zur Schulangst ist eine Schulphobie ein Vermeidungsverhalten, das keinen direkten Bezug zur Situation in der Schule aufweist. Die eigentliche Rolle spielt vielmehr die Angst des Kindes vor der Trennung von seiner Bezugsperson.

 

Im Normalfall haben Kinder mit einer Schulphobie keine Probleme mit den Leistungsanforderungen in der Schule. Sie bereiten sich auf Tests und Klassenarbeiten vor und machen ohne Probleme ihre Hausaufgaben. Die Schulphobie steht in keinem direkten Zusammenhang mit einer Lese-Rechtschreibschwäche, Legasthenie oder Dyskalkulie/Rechenschwäche, ebenso lässt sich bei den betroffenen Schülern im Durchschnitt keine Abweichung im Rahmen der Intelligenz feststellen.

 

Der Besuch der Schule jedoch stellt sie vor ein (fast) unüberwindliches Problem: Eine Trennung von den primären Bezugspersonen (meist der Mutter) wird von ihnen als bedrohlich empfunden.

 

Die Folge sind psychosomatische Krankheitsbilder wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder auch Durchfall – die Liste ließe sich beliebig fortführen. Kennzeichnend ist, dass die Symptome verschwinden, wenn für das Kind sichergestellt ist, dass es sich nicht von der Bezugsperson trennen muss.

 

Oft kreisen die Gedanken der Kinder um Themen wie Trennung der Eltern oder um Krankheit bzw. Tod der wichtigsten Bezugspersonen. Häufig möchten sie auch tagsüber nicht allein gelassen werden, haben Angst davor, ohne eingeschaltetes Licht einzuschlafen, wirken ängstlich, empfindsam oder gar depressiv.


Die Ursachen einer Schulphobie liegen vielfach in unverarbeiteten Trennungserlebnissen, problematischen Familienkonstellationen, vom Kind erlittenen Verlusten (sogar dem Tod eines geliebten Haustieres) oder Enttäuschungen.

 

Aber auch eine sehr enge Bindung an die Bezugsperson kann ausschlaggebend sein, da eine emotionale Autonomie des Kindes Grundvoraussetzung für eine räumliche Trennung von diesem Menschen ist. Die aus dem Fehlen der Selbstständigkeit resultierende Hilfs- und Orientierungslosigkeit löst in diesem Fall die Ängste aus. Wenn Eltern ihr Kind über die Maßen verwöhnen, es überbehüten und es von jeglichen Problemen fern zu halten suchen, tut das ein Übriges.

 

Nicht vernachlässigen sollte man jedoch auch den Gedanken, dass Trennungsängste der Eltern auf ihr Kind übertragen werden können. Man findet immer wieder Bedingungen, die solche Ängste zu fördern scheinen: So haben viele Kinder mit Schulphobie bei der Geburt des Kindes bereits ihr 35. Lebensjahr überschritten, besonders bei Jungen handelt es sich oft um Einzelkinder. Manchmal sind es auch Einzelkinder alleinerziehender Mütter oder es leidet ein Elternteil unter einer chronischen Krankheit (Faust, 1999).

 

Auf keinen Fall sollte man mit der Behandlung einer Schulphobie zu lange warten. Ein „Pausieren von der Schule“ ist meistens wirkungslos. Es wirkt im Gegenteil sogar kontraproduktiv, da das Kind sich durch ein erfolgreiches Vermeidungsverhalten belohnt und bestärkt sieht. Kinder lernen schnell!

 

Ansprechpartner bei einer Schulphobie sollten der Kinderarzt, eine schulpsychologische Beratungsstelle oder ein Kinder- und Jugendpsychiater sein.

 

Die Informationen dieser Seite oder der Besuch in der Lernpraxis ersetzen nicht den Gang zum Arzt.

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